Neue Studie von Boehringer Ingelheim zeigt: Zeckenvorkommen auch in innerstädtischen Parks

In 73 Prozent der untersuchten innerstädtischen Parks fanden sich Zecken – so lautet das Ergebnis einer aktuellen Studie der Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH [1]. „Der Anteil an Parks mit Zecken sowie die Anzahl an positiven Beprobungen übertrafen unsere ursprünglichen Erwartungen“, betont Dr. Verena Große Liesner, Tierärztin bei Boehringer Ingelheim. „Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass Hunde und Katzen auch in der Stadt zuverlässig gegen Zecken geschützt werden.“

Die Studie umfasste 41 Parks in den Regionen Berlin/ Potsdam und Heidelberg - zwei Orte, die den klimatischen Durchschnitt Deutschlands abdecken. Die Fangflächen betrugen jeweils ca. 200 m2 und wurden mit der Flaggmethode untersucht. Zur Ermittlung saisonaler Unterschiede wurde die Erhebung im Frühjahr/ Frühsommer sowie im Herbst durchgeführt. Die wichtigste Erkenntnis lautet: Zecken kamen in 30 der 41 aufgesuchten Parks vor. Die dominierende Art dabei ist Ixodes ricinus, auch bekannt als der Gemeine Holzbock. Er ist ein bekannter Vektor für Borreliose und FSME sowohl für Haustiere als auch für Menschen.

Die Studie lässt damit den Schluss zu, dass mit dem Auftreten von Zecken in deutschen Parks und Stadtparks grundsätzlich zu rechnen ist. Stadtparks stellen ökologische Inseln mit Wirten wie Vögeln, Wildtieren, Kleinsäugern oder Hunden dar, die den Lebenszyklus der Zecken ermöglichen und eine stabile Population aufbauen. Auch in gepflegten Parks sind Zecken möglich. Weitere wichtige Ergebnisse waren:

  • Nachgewiesen wurde das Vorkommen von Zecken vor allem im Bereich von Büschen und Bereichen mit Laubstreu, da diese ein günstiges Mikroklima aufweisen.
  • Die Zeckenaktivität im Frühjahr und Frühsommer ist deutlich höher als im Herbst.

Das Fazit der Studie lautet: Parkbesucher:innen und ihre Hunde, aber auch Freigängerkatzen müssen während der Vegetationsperiode mit dem Auftreten von Zecken rechnen, wenn sie sich in der Nähe von Büschen bewegen, wo mit Abstand die meisten Zecken vorkommen.

Verlässlicher Parasitenschutz auch innerstädtisch sinnvoll

Verlässlicher Parasitenschutz ist damit nicht nur im ländlichen Raum, sondern auch in Städten sinnvoll. Die Studie unterstützt die Empfehlung, auch Tierbesitzer:innen, die in der Stadt leben, auf Schutzmaßnahmen hinzuweisen, um u.a. das Risiko von Zoonosen zu reduzieren. Boehringer Ingelheim bietet hierfür unter anderem die Präparate NexGard® und NexGard SPECTRA® für Hunde sowie NexGard® COMBO für Katzen an, die zur Behandlung eines Zeckenbefalls eingesetzt werden und gegen verschiedene Ektoparasiten wirksam sind.

  • [1] Vorkommen von Zecken in Parks im Raum Heidelberg und in Berlin/Potsdam 2024/25, O. Kahl, V. Große Liesner, M. Komorek, 2026, VIII. Süddt. Zeckenkongress, Tagungsband
  • 2 NexGard® und NexGard SPECTRA®: Vergleich aktueller Isoxazolin-haltiger Antiparasitika zur monatlichen Anwendung für Hunde am deutschen Markt, Stand 06/2025
  • [3] Tielemans et al., Safety evaluation of a novel topical combination of esafoxolaner, eprinomectin and praziquantel, in reproducing female cats; Parasite 28, 20 (2021).
  • [4] NexGard SPECTRA®: Minimaldosierung Afoxolaner 2,5 mg/kg, Milbemycinoxim 0,5 mg/kg