Otitis externa: Wenn aus einer häufigen Diagnose eine komplexe Herausforderung wird
Fortbildung in der Tierklinik Ismaning – Mittwoch, 15. April 2026, 19–21 Uhr
Otitis externa gehört zu den häufigsten Erkrankungen in der Kleintierpraxis. Schätzungen zufolge sind etwa 15 bis 20 Prozent der Hunde und 4 bis 7 Prozent der Katzen im Laufe ihres Lebens betroffen. Was zunächst wie eine Routineerkrankung erscheint, entwickelt sich im Praxisalltag jedoch nicht selten zu einer langwierigen und für alle Beteiligten frustrierenden Herausforderung – für Tierärzt:innen ebenso wie für Tierhalter:innen. Hier setzt eine Fortbildung in der Tierklinik Ismaning an. Am 15. April 2026 vermitteln Expert:innen aus Praxis und Industrie aktuelle Erkenntnisse zur Diagnostik, Ursachenklärung und Therapie der Otitis externa (2 ATF-Stunden beantragt).
Im Mittelpunkt stehen zwei kompakte Fachvorträge von Dr. Lukas Frentzel (Tierklinik Ismaning) sowie den Dechra-Expertinnen Eva Kaibel und Judith Rauscher. In jeweils rund 45 Minuten beleuchten sie die Erkrankung aus unterschiedlichen Perspektiven – von der systematischen Ursachenforschung bis hin zu therapeutischen Strategien im Praxisalltag.
Ursachen erkennen – Therapie gezielt planen
Otitis externa kann viele Auslöser haben. Neben Parasiten, Fremdkörpern oder Infektionen spielen auch Allergien, anatomische Besonderheiten oder sekundäre bakterielle und mykotische Besiedlungen eine Rolle. Entsprechend entscheidend ist eine strukturierte Diagnostik, um die zugrunde liegenden Faktoren zu identifizieren. Die Fortbildung greift zentrale Fragen auf, die Tierärzt:innen aus dem Praxisalltag kennen:
- Welche Ursachen liegen einer Otitis externa zugrunde?
- Was ist bei der Reinigung des Gehörgangs zu beachten?
- Welche Rolle spielen Parasiten, Fremdkörper und Allergien?
- Wann ist welche Therapie sinnvoll?
- Warum sind regelmäßige Nachkontrollen entscheidend für den Therapieerfolg?
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Entscheidungsfindung im klinischen Alltag. Anhand von Fallbeispielen werden typische Krankheitsverläufe ebenso diskutiert wie komplizierte Fälle, bei denen Standardtherapien an ihre Grenzen stoßen. Dabei geht es auch um therapeutische Optionen wie Ohrspülungen, medikamentöse Behandlungen oder diätetische Maßnahmen, etwa bei allergiebedingten Otitiden.
Die Veranstaltung ist bewusst auf maximal 24 Teilnehmer:innen begrenzt, um einen intensiven fachlichen Austausch zu ermöglichen. Neben den Vorträgen bleibt ausreichend Zeit für Diskussionen und Fragen aus dem Praxisalltag. Ein zusätzlicher, eher informeller Programmpunkt sorgt für eine entspannte Atmosphäre: Die Teilnehmenden werden während der Veranstaltung mit thailändischen Snacks versorgt.