Was man sehen kann, kann man auch besser behandeln!
Wie MLTec mit seinen digitalen Otoskopen die Tiermedizin verändert.
Manfred Vogt ist ein Mann mit Ideen. Er war Werkzeugmacher, Techniker, Entwickler, Erfinder – und ist heute Pionier in der tiermedizinischen Bildgebung. Mit 40 wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit, zunächst mit Laserchirurgie/-therapiegeräten, später mit einer Innovation, die seine Karriere neu definierte: digitale Otoskope und Endoskope, speziell für die Tiermedizin. Aus den Anfangstagen seiner Selbstständigkeit kennt Firmengründer Vogt auch Thomas Gräf (www.mlt-laser.com), der spezialisiert auf Lasertechnologie in der Tiermedizin ist. "Wir bündeln unser Know-how, präsentieren unsere beiden Firmen künftig auf den Fachkongressen zusammen und unterstützen uns in der Aufklärung der Tierärzt:innen", fasst Vogt zusammen.
Wenn Manfred Vogt auf Messen seine Geräte präsentiert, wird er vom Erklärer zum Entertainer. „Im Grunde ist das eine Digitalkamera“, beginnt er – ein Satz, den er schon Dutzende Male gesagt hat. Doch was folgt, begeistert jedes Mal aufs Neue: Mit wenigen Handgriffen montiert er eine Optik, demonstriert Livebilder von Ohr, Rachen, Nase, Auge oder Haut, erklärt den Arbeitskanal und den Greifer, zeigt, wie Dokumentation und Beratung an den Tierbesitzer:innen gleichzeitig möglich sind. Diese spontane, anschauliche Demonstration ist Herzstück der MLTec-Philosophie: verständlich, praxisnah, relevant und sehr erfolgreich.
Vom Laser zur Linse
Gegründet wurde das Unternehmen 2003 – damals noch mit Fokus auf Lasertherapie und -chirurgie. Doch billige Importe aus Fernost verdrängten zunehmend den hochwertigen Markt. Statt sich dem Preiskampf zu ergeben, beschloss Vogt, neu zu denken. Die Idee: Ein digitales Otoskop/Endoskop, klein, mobil, erschwinglich – und vor allem: praxistauglich. Mit Unterstützung seines Sohnes Dominik, der nicht nur technikaffin ist, sondern auch internationale Kontakte pflegt, begann die Entwicklung. Was auf Messen zunächst Neugier, dann Begeisterung auslöste, wurde binnen weniger Jahre zum wirtschaftlichen Standbein: digitale Bildgebung für Hunde, Katzen, Heimtiere und Exoten – entwickelt in Luxemburg, produziert in Kooperation mit Partnern in China und kleinen Manufakturen in Tuttlingen.
Familiy Business
MLTec ist kein Konzern – sondern ein Familienunternehmen mit klaren Prinzipien. Neben Manfred und Dominik Vogt gehört auch dessen Lebensgefährtin Ines Becker zum Team. „Wir sind Tüftler, keine Kaufleute“, sagt Dominik, der sich selbst augenzwinkernd als „Hippie“ bezeichnet. „Uns geht es nicht um Marge, sondern darum, dass unsere Geräte Tierärzt:innen helfen – und damit letztlich den Tieren.“ Was das Unternehmen besonders macht, sind Offenheit, Ehrlichkeit, ein direkter Draht zur Praxis und die Bereitschaft, auf Kundenbedürfnisse individuell einzugehen und stets einen Top-Service zu bieten. Viele Ideen entstehen in Gesprächen mit Tierärzt:innen, werden mit den Partnerunternehmen entwickelt, teilweise innerhalb von sechs Monaten umgesetzt und als Prototypen getestet. Das Ergebnis sind Lösungen, die in der Tierarztpraxis funktionieren und den Tierärzt:innen die tägliche Arbeit verbessern.
Geräte, die helfen – nicht nur verkaufen
Im Zentrum steht heute ein modulares Gerät: ein digitales Otoskop/Endoskop mit wechselbaren Optiken, Arbeitskanälen, Abstandshaltern und Greifern. Alles ist so konzipiert, dass Tierärzt:innen möglichst viele Indikationen abdecken können – von der Ohruntersuchung bis zur Fremdkörperentfernung im Maul, Rachen, Ohr oder Auge. Die Geräte funktionieren stand-alone, speichern Bild- und Videodaten direkt auf der integrierten Speicherkarte und lassen sich nahtlos in bestehende Praxisabläufe integrieren. Besonders beliebt: das "Universal-Set" mit sechs Optiken, zwei Arbeitskanälen, Greifern und umfangreichem Zubehör zum unschlagbaren Preis von unter 5000 Euro. "Auf den über 15 Messen und Kongressen, die wir jährlich besuchen, geben wir noch einmal einen attraktiven Messerabatt", ergänzt Dominik Vogt.
Persönlich, fair und auf Augenhöhe
MLTec ist regelmäßig auf den großen tiermedizinischen Kongressen vertreten – vom Leipziger Tierärztekongress bis zur Deutschen Vet in Köln oder den Kongressen der bpt, der DVG und die Thementagen der DVG. Dort, so sagen die Vogts, wird verkauft: nicht über Werbekampagnen, sondern über Gespräche, Demos – und das Vertrauen, was über die Jahrzehnte aufgebaut werden konnte. Wer das Gerät live erlebt, versteht sofort den Nutzen. "Ab sofort werden wir uns auch immer Seite an Seite mit meinem Geschäftspartner Thomas Gräf präsentieren, dem ich fachlich und menschlich zu 100 Prozent vertraue", erklärt der Seniorchef. "Thomas hat sich mit seiner Hartnäckigkeit und seinem absoluten Fachwissen als Hersteller und Distributor von medizinischen Laser-Systemen für die Tiermedizin einen Namen gemacht!"
Weitere Partner sind die WDT, Maxani Animal Healthcare (Benelux) oder Richter Pharma (Österreich), die dabei helfen, Tierärzt:innen Märkte zu erschließen. In Skandinavien wurde zudem mit Eickemeyer ein sehr renommierter Vertriebspartner gefunden. „Uns ist wichtig, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die unsere Philosophie teilen“, sagt Dominik, der parallel mit Ines Becker zusammen in Frankreich und den südlichen Ländern Europas auf der Suche nach einem für MLTec passenden Vertriebspartner ist.
Ein Blick in die Zukunft
Dominik Vogt steht in den Startlöchern, die Leitung des Unternehmens zu übernehmen. Für Manfred Vogt, der sich Schritt für Schritt aus dem operativen Geschäft zurückziehen möchte, geht damit ein Traum in Erfüllung: Die Zukunft von MLTec bleibt in Familienhand – mit frischer Energie, technischer Expertise und dem klaren Bekenntnis zur Praxisnähe.
Stillstand ist keine Option. Aktuell arbeitet MLTec an Prototypen für die Pferdemedizin – mit größeren, stabileren Optiken und neuen Kameraeinheiten. Auch hier geht es nicht um High-End für Spezialkliniken, sondern um bezahlbare Lösungen für den tierärztlichen Alltag. Gleichzeitig eröffnet der 3D-Druck neue Möglichkeiten für individuelle Sonderlösungen – vom Abstandshalter bis zum Kaninchen-Zahnlöffel. Die Zusammenarbeit mit kleinen Manufakturen macht MLTec dabei unabhängig und flexibel. „Die wichtigsten Highlights haben wir uns schützen lassen“, fügt Manfred Vogt hinzu.
MLTec steht für das, was in der Tiermedizin oft zu kurz kommt: Technik mit Prinzipien. Die Geräte sind bezahlbar, praxisnah und intuitiv – die Menschen dahinter ehrlich, verlässlich und erfrischend uneitel. Vielleicht ist das der eigentliche Grund, warum ihr Stand auf jeder Messe gut besucht ist. Und warum ihre Geräte bald in jeder Kleintierpraxis zum Alltag gehören könnten. Die Vogt bringen es auf den Punkt: "Was man sehen kann, kann man auch besser behandeln.“
Andreas Moll