Ein Jahr Transformation: Wo Antech heute steht!
Zwölf Monate nach ihrem Start als Geschäftsführerin Central Europe spricht Minna Heiska über Integration, operative Herausforderungen und den Versuch, Diagnostik im Praxisalltag wieder berechenbarer zu machen.
Ein Jahr nach ihrem Start als Geschäftsführerin Central Europe bei Antech Diagnostics treffe ich Minna Heiska zum Gespräch. In dieser Zeit hat sich organisatorisch, strukturell und auch im direkten Austausch mit den Praxen und Kliniken einiges getan. Es ist eine Phase, die weniger von schnellen Erfolgen als von intensiver Aufbauarbeit geprägt war. Heiska beschreibt ihr erstes Jahr als konsequente Transformationsphase. Im Zentrum stand die Integration verschiedener Systeme und Geschäftsbereiche, darunter Scil und Synlab, in eine gemeinsame Struktur. „Solche Prozesse bleiben nicht ohne Reibung“, sagt sie offen. Auch in den Praxen seien die Umstellungen zeitweise spürbar gewesen.
Integration unter Druck
Gleichzeitig sei genau diese Phase notwendig gewesen, um Grundlagen neu zu ordnen. Der Fokus lag dabei bewusst auf den operativen Prozessen entlang der Diagnostik. „Die Tiermedizin ist ein Umfeld, in dem Zeit eine zentrale Rolle spielt“, so Heiska. Entsprechend habe man sich auf drei zentrale Bereiche konzentriert: Logistik, Konnektivität und konsistente Abläufe. Entlang dieser „Säulen der Zuverlässigkeit“ wurden Prozesse überprüft und angepasst. Investitionen flossen unter anderem in die vier deutschen Laborstandorte in Leverkusen, Berlin, Hamburg und München sowie in die pathologische Spezialisierung am Standort München. Dabei ging es um den gesamten diagnostischen Ablauf. Heute liege der Fokus stärker auf Stabilität und Vorhersagbarkeit. Nach Unternehmensangaben werden inzwischen über 97 Prozent der Analysen innerhalb der definierten Bearbeitungszeiten abgeschlossen.
Parallel dazu wurden Qualitätskennzahlen geschärft und Monitoring-Prozesse ausgebaut. „Zuverlässigkeit muss messbar sein“, sagt Heiska. Für Tierärzt:innen bedeute das vor allem planbare Abläufe in einem zunehmend komplexen diagnostischen Umfeld. Über die klassische Labordiagnostik hinaus verfolgt Antech einen stärker vernetzten Ansatz. In-house-Diagnostik, Bildgebung, telemedizinische Angebote und Softwarelösungen sollen enger miteinander verzahnt werden. Ziel sei es, diagnostische Prozesse entlang der gesamten Patientenreise besser zu integrieren.
Am Ende unseres Gesprächs fasst Minna Heiska noch einmal zusammen: „Unser Anspruch ist es, die Grundlage für gute Entscheidungen zu liefern. Zuverlässig, nachvollziehbar und im richtigen Moment.“
Andreas Moll