LUNCHgespräch mit Sebastian Schlatter: "Begegnungen auf Augenhöhe"

In unserer neuen Rubrik „LUNCHgespräche“ treffe ich in loser Folge Persönlichkeiten, die die Veterinärmedizin prägen – zum Mittagessen. Ob "Dibbedotz" in der Kantine, Frühlingsrollen beim Asiaten oder ein Sandwich im Besprechungsraum: Ich spreche mit Tierärzt:innen, Unternehmer:innen und Wissenschaftler:innen der Branche über das, was sie antreibt – fachlich, persönlich und natürlich auch kulinarisch. Der Tisch ist gedeckt – die Gespräche sind offen. Dieses Mal empfängt mich Sebastian Schlatter, Geschäftsführer von Vet-Concept, zum Gespräch in der Firmenzentrale in Föhren an der Mosel. Gesprächsthema: Erfolg, Unternehmenskultur, Fortbildung, Kommunikation – und natürlich Mittagessen. Denn bei Vet-Concept wird nicht nur über Tierernährung gesprochen, sondern auch gut gegessen. Täglich rund 300 Portionen.

Kantine mit Konzept

Was mit einem Brötchenservice begann, ist heute ein zentrales Element der Unternehmenskultur: die hauseigene Kantine, geleitet von Markus Stoffel, einem langjährigen Freund Schlatters. "Wir wollten zeigen, dass Wertschätzung nicht nur auf dem Papier stattfindet", so der Geschäftsführer. Die Zutaten stammen so weit wie möglich aus der Region, die Mahlzeiten sind kostenlos für Mitarbeitende – steuerlich für das Unternehmen kein Vorteil, aber ein echter Gewinn für das Miteinander. "Jeden Mittag sind auch wir als Geschäftsführung mit dabei, nutzen das Angebot und bleiben so mit unserem Team in Kontakt." Sein Anspruch ist klar formuliert: Vet-Concept soll der attraktivste – oder wie er selbst sagt: der geilste Arbeitgeber der Region sein.

Der Chef liebt Salat

"Ich bin ein absoluter Salatfreak", gesteht Schlatter. Auch beim Interview steht ein Salatteller vor ihm. Und wenn es Kabeljau dazu gibt, wie am Vortag, nimmt er gern noch einen kleinen Teller dazu. Besonders wichtig: das Dressing. "Nichts ist schlimmer als eine schlechte Salatsoße." Wenn er selbst kocht, dann am liebsten auf dem Grill oder im Dampfgarer. Sein Lieblingsgericht nennt er Käsefondue, am liebsten von seinem Bruder, einem erfolgreichen Gastronomen in St. Moritz, wo Schlatter groß geworden ist. "Für ein richtig gutes Fondue würde ich sterben, und habe es einmal fast getan, als ich mir und meinem Magen eine viel zu große Portion zugemutet habe."

"Wenn Tierärzt:innen und TFAs uns brauchen, sind wir da!"

Worin liegt das Erfolgsrezept von Vet-Concept? Schlatter antwortet ohne zu zögern: "In der konsequent gelebten Dienstleistungsmentalität. Tierärzt:innen und TFAs sollen wissen: Wenn sie uns brauchen, sind wir da." Dieser Anspruch zeigt sich auch im Vertrieb: Aktuell sind 26 Mitarbeitende im Außendienst unterwegs, viele davon seit über 15 Jahren im Unternehmen. Ob per Telefon, E-Mail, Webshop oder Chat: Die Kommunikation bei Vet-Concept wird generationengerecht aufgestellt. Am Standort Föhren steht ein großes, engagiertes Team für die telefonische Fachberatung von Tierbesitzer:innen, Tierärzt:innen und TFAs zur Verfügung – und dieser Service wird außerordentlich gut angenommen. "Nicht jeder will noch telefonieren – aber jeder soll uns erreichen können." Auch der Webshop wird entsprechend weiterentwickelt. Der persönliche Austausch bleibt dennoch wichtig: "Viele rufen einfach an, um Danke zu sagen."

TV-Werbung und Fotowand

Seit dem 1. Juni läuft in Deutschland und Österreich eine neue TV-Kampagne. Schlatter: "Wir wollen Endkund:innen sensibilisieren, damit sie das Gespräch über Futter beim Tierarzt suchen." Die begleitende Botschaft: Erhältlich bei Vet-Concept oder Ihrer Tierarztpraxis. Parallel entsteht in Föhren die wohl größte Fotocollage aus Hunde- und Katzenporträts, eingesendet von Kund:innen. Enthüllung in der 44. Kalenderwoche.

Fortbildung in St. Moritz

Eines der Markenzeichen von Vet-Concept ist das Fortbildungsformat in St. Moritz, initiiert von Schlatter selbst. Die nächste Ausgabe soll 300 Tierärzt:innen und Begleitpersonen zusammenbringen. "Fachlich fundiert, landschaftlich einmalig und menschlich besonders" – so beschreibt er das Konzept. Der Event hat sich längst als Marke etabliert: "Wenn wir eine Pause einlegen, fragen viele: Wann fahren wir endlich wieder nach St. Moritz?" Für die Zeit vom 03.-07.06.2026 wurde dort das Hotel Reine Victoria gebucht und das Freizeitprogramm geplant. Es verspricht wieder ein außergewöhnliches Erlebnis zu werden! Neben den spannenden Fachvorträgen sind unter anderem gemeinsame Wanderungen, kulinarische Highlights, abwechslungsreiche Vorträge, ein Galaabend sowie ein besonderes Rahmenprogramm inklusive nostalgischer Zugfahrt geplant.

Partnerschaften statt Sponsoring

Ob Jugendtrikots oder Basketball in Trier: Sponsoring ist bei Vet-Concept keine Marketingmaßnahme, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung. "Wenn wir unterstützen, dann aus Überzeugung – nicht wegen der Rendite." Die Kooperation mit den gerade in die Basketball-Bundesliga aufgestiegenen Gladiators Trier entwickelte sich so zu einer echten Partnerschaft, die weit über Trikotwerbung hinausgeht. Geschäftsführer Thorsten Herz ist inzwischen selbst zum "Oberfan" der Mannschaft geworden.

Nahbar, bodenständig, verbindlich

Sebastian Schlatter lebt die Werte, die er vertritt. Ob beim Fondue mit der Familie, beim Mittagessen in der Kantine oder im Gespräch mit Tierärzt:innen. "Man kann vieles planen, aber Vertrauen entsteht im echten Kontakt." Auch die beiden Gründer des Unternehmens leben das vor: Auf Messen pressen sie bis heute eigenhändig Obstsäfte für die Teilnehmenden der großen Fachkongresse – Begegnung auf Augenhöhe, im besten Sinne des Wortes.